Das kleine
Gluten 1×1

Glutenfrei leben – smart, easy & ohne Kompromisse
BB-Team
 • 
Experten für Ernährung
Aktualisiert: 7. Januar 2026
Verschiedene Zutaten auf einem Tisch
 

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Die Autor:innen sind keine medizinischen Fachkräfte. Bei Beschwerden wendet euch bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

 
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Was steckt eigentlich hinter Gluten?

Hier mal eine grobe Definition für euch:
Gluten, auch als Klebereiweiß bezeichnet, ist ein natürlicher Protein-Komplex, der in Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Er ist maßgeblich für die Elastizität und Struktur von Teigen verantwortlich. Durch die Aufnahme von Wasser bildet Gluten beim Kneten eine gummiartige, elastische Masse, die das Teiggerüst von Backwaren stabilisiert.

 
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Warum glutenfrei ernähren?

Für die Mehrheit der Menschen ist der Konsum von Gluten unbedenklich. Manchmal kann jedoch eine Unverträglichkeit auftreten, die eine strikte glutenfreie Ernährung erfordert. Dann spricht man von einer Zöliakie. 

Von einer Zöliakie zu unterscheiden sind eine Weizensensitivität und eine Weizenallergie. Hier sind die Auslöser zum Teil andere als bei einer Zöliakie, ebenso wie die Folgen und wie streng auf Weizen und andere Getreide verzichtet werden muss.
Für Personen ohne Unverträglichkeit bietet glutenfreie Ernährung keinen Vorteil.

 
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Glutenfrei genießen: Diese Lebensmittel & Alternativen gibt’s

Viele Lebensmittel sind von Natur aus glutenfrei und bilden die Basis einer gesunden Ernährung. Dazu gehören vor allem Getreide und Pseudogetreide wie Reis, Mais, Hirse, Quinoa, Buchweizen, Amaranth oder Teff. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Erbsen sind glutenfrei und liefern wertvolle Proteine. Frisches Obst und Gemüse – von Äpfeln über Beeren bis hin zu Karotten, Brokkoli oder Spinat – enthalten ebenfalls kein Gluten. Gleiches gilt für Fleisch, Geflügel und Fisch, sofern sie unverarbeitet und nicht paniert sind, sowie für Milch und Milchprodukte wie Milch, Joghurt, Käse oder Quark, solange sie keine glutenhaltigen Zusatzstoffe enthalten. Auch Nüsse und Samen wie Mandeln, Walnüsse, Cashews, Chia oder Leinsamen, Öle und Fette wie Oliven-, Kokos- oder Avocadoöl sowie frische oder getrocknete Kräuter und Gewürze sind glutenfrei.

 
Bissen raten

Welches Lebensmittel 
ist glutenfrei?

Hättet ihr das gewusst?
Couscous
Weizengras
Obwohl Weizengras – wie der Name schon sagt, aus der Weizenpflanze stammt – ist es glutenfrei. Das liegt am Erntezeitpunkt, denn es wird geerntet, bevor sich die Ähren bilden. Die Glutenproteine sind nämlich ausschließlich im Weizenkorn selbst enthalten.
Couscous hingegen wird aus Hartweizengrieß hergestellt, welches wiederum Gluten enthält.
noch einmal
Obwohl Weizengras – wie der Name schon sagt, aus der Weizenpflanze stammt – ist es glutenfrei. Das liegt am Erntezeitpunkt, denn es wird geerntet, bevor sich die Ähren bilden. Die Glutenproteine sind nämlich ausschließlich im Weizenkorn selbst enthalten.
Couscous hingegen wird aus Hartweizengrieß hergestellt, welches wiederum Gluten enthält.
noch einmal
Für Menschen, die Gluten meiden müssen, gibt es heute viele Alternativen. Brot, Brötchen und Toast lassen sich aus Reis, Mais, Hirse, Buchweizen oder glutenfreiem Hafer herstellen und Nudeln durch Pasta aus Reis, Mais, Linsen, Kichererbsen oder Quinoa ersetzen. Weizenmehl beim Backen kann durch Reismehl, Maismehl, Buchweizenmehl, Mandel- oder Kokosmehl oder glutenfreien Hafer ersetzt werden – beim Backen mit Alternativen gibt es einiges zu beachten (siehe Kapitel 6). Frühstückscerealien funktionieren als glutenfreie Haferflocken, Maisflakes oder puffiger Reis. Soßen und Panaden lassen sich mit Maisstärke, Kartoffelstärke, Reismehl oder Kichererbsenmehl zubereiten. Auch Bier gibt es glutenfrei. Fertigprodukte wie Pizza, Kekse oder Snacks sollten auf das glutenfreie Symbol geprüft werden.
 
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Das offizielle Symbol und was es bedeutet

Wenn ihr euch schon ein wenig mit glutenfreier Ernährung befasst habt, ist euch sicherlich das Symbol der durchgestrichenen Ähre auf verarbeiteten Lebensmitteln aufgefallen. Hierbei handelt es sich um ein europaweit gültiges Zeichen der Association of European Coeliac Societies (AOECS). In Deutschland wird das Symbol durch die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft (DZG) vergeben. Das Symbol garantiert einen Glutengehalt von weniger als 20 mg/kg und wird oft noch durch den Zusatz “glutenfrei” ergänzt. Mit der Verwendung des Symbols verpflichten sich Lebensmittelhersteller zur Einhaltung hoher Standards. Es ist eine Qualitätsgarantie und eine wichtige Hilfe für Menschen mit Zöliakie.

 
 
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Glutenfrei im Alltag: So meistert ihr die typischen Herausforderungen

Eine Glutenunverträglichkeit betrifft nicht nur die Ernährung, sondern viele Bereiche des Alltags. Häufige Herausforderungen sind:

  • Verstecktes Gluten: in Fertigprodukten, Snacks, Saucen, Bier oder Panaden
  • Kreuzkontamination: glutenfreie Lebensmittel können durch Küchengeräte verunreinigt werden
  • Soziale Situationen: in Restaurants oder auf Feiern ist eine glutenfreie Versorgung unsicher
  • Planung & Organisation: Zutaten prüfen; häufig teure Alternativen und geringe Verfügbarkeit

Aber keine Sorge – mit den richtigen Tipps & Kniffen lässt sich die glutenfreie Ernährung gut in den Alltag integrieren.

 

ZUTATENLISTEN

Nach dem Siegel Ausschau halten, das spart Zeit

GLUTENFREIE KÜCHE

Utensilien und Lebensmittel separat lagern und immer gründlich reinigen

PLANUNG & ROUTINE

Rezepte probieren, Mahlzeiten planen, Snack-Vorrat für unterwegs einrichten

APPS & HILFSMITTEL

Apps zum Scannen von Zutatenlisten oder der Auswahl eines Restaurants nutzen
 
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Glutenfrei backen? Easy!

Glutenfreies Backen unterscheidet sich deutlich vom Backen mit Weizen, da Gluten für Struktur, Elastizität und Lockerheit sorgt. Ohne Gluten sind Brote kompakter, Brötchen weniger luftig, Kuchen schneller trocken. Gute Ergebnisse erzielt man durch Kombination glutenfreier Mehlsorten (Reis, Mais, Buchweizen, Kichererbsen, Mandel) und pflanzlicher Bindemittel wie Flohsamenschalen, Guarkernmehl oder Xanthan. Mehr Flüssigkeit, Fett, längere Gehzeiten und niedrigere Temperaturen helfen. Fertige Backmischungen für Brot, Brötchen, Kuchen oder Pizza erleichtern Einsteigern das Backen und lassen sich mit Nüssen, Samen oder Trockenfrüchten verfeinern.

 

BB-Resume: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Gluten ist ein Eiweiß, das in Weizen, Roggen und Gerste steckt – es sorgt dafür, dass Teige schön elastisch werden und zusammenhalten.
  • Wer Zöliakie hat, muss Gluten komplett meiden, um den Körper nicht zu stressen.
  • Die gute Nachricht: Viele Lebensmittel sind von Natur aus glutenfrei! Mit ein paar passenden Ersatzprodukten könnt ihr euch super ausgewogen ernähren – ganz ohne das Gefühl, auf irgendwas zu verzichten.
  • Beim Einkaufen hilft das offizielle „glutenfrei“-Symbol – einfach drauf achten und ihr seid auf der sicheren Seite.
  • Mit ein bisschen Planung, Routine und ein paar praktischen Tricks läuft der glutenfreie Alltag bald ganz entspannt.
  • Das Beste: Mit der richtigen Mehlmischung, Bindemitteln und etwas Übung klappen auch Brote, Kuchen und Brötchen ohne Gluten richtig gut – und schmecken mega!
 

Rezepte