Dry January

Eure Challenge zum Jahresbeginn
BB-Team
 • 
Experten für Ernährung
Aktualisiert: 7. Januar 2026
Freunde stossen mit alkoholfreien Cocktails an
 

Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Die Autor:innen sind keine medizinischen Fachkräfte. Bei Beschwerden wendet euch bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

 
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Dry January – was steckt dahinter?

Dry January bezeichnet einen weltweiten Trend, bei dem Menschen den ganzen Monat Januar bewusst auf Alkohol verzichten. Begonnen hat das Ganze im Jahr 2014 als internationale Kampagne der britischen Wohltätigkeitsorganisation Alcohol Change UK. Die Idee dahinter ist, nach den oft feuchtfröhlichen Feiertagen einen klaren Start ins neue Jahr zu haben, Körper und Geist zu entlasten und das eigene Verhältnis zu Alkohol zu reflektieren. Hier die wichtigsten Fakten, die ihr zum Dry January wissen müsst:

  • Dauer: 1. bis 31. Januar
    Das Ziel: 30 Tage ohne Alkohol, um Gesundheit, Wohlbefinden und Achtsamkeit zu fördern
  • Herkunft: Initiiert von der britischen Wohltätigkeitsorganisation Alcohol Change UK

Bei dem beliebten Trend geht es aber nicht nur um Verzicht, sondern vor allem um bewussten Genuss und Selbstreflexion. Viele sehen die Challenge als Chance, neue alkoholfreie Drinks zu entdecken oder gesündere Routinen zu etablieren.

 
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Cheers ohne Promille: So viel bringt euch ein alkoholfreier Monat

Der Verzicht auf Alkohol (auch über den Dry January hinaus) lohnt sich aus vielen Gründen: Schon ein Monat ohne Alkohol entlastet euren Körper und Geist spürbar. Eure Leber bekommt Ruhe, der Schlaf wird erholsamer, die Haut klarer, die Fettverbrennung funktioniert besser und das Energielevel steigt. Alkohol ist ein Zellgift, das eure Organe schädigt und Krankheiten wie Krebs begünstigt. Wenn ihr darauf verzichtet, genießt ihr bewusster, erkennt Gewohnheiten im Trinkverhalten, spart Geld und entdeckt kreative, alkoholfreie Alternativen. Auch eure mentale Gesundheit profitiert: Stimmungsschwankungen können abnehmen, die Konzentration steigen. Ein bewusster Verzicht ist also ein Neustart für Körper, Geist und gesunde Routinen.

 

Schlaf

spürbar verbesserte Schlafqualität

Herz & Leber

teilweise Regeneration der Leber Sinkender Blutdruck und Ruhepuls

Stoffwechsel

Stabilerer Blutzuckerspiegel ggfs. Gewichtsverlust

Mentale Gesundheit

Verbesserte Stimmung, Konzentration und Selbstwahrnehmung
 
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Tipps & Tricks zum Dranbleiben

Auf Alkohol zu verzichten bringt für viele Menschen einige Herausforderungen mit sich. Besonders der soziale und gesellschaftliche Druck ist häufig die größte Hürde. Der Konsum von alkoholischen Getränken wird oft mit Geselligkeit und “einer guten Zeit” assoziiert und nur bestimmte Gründe wie eine Schwangerschaft oder das Autofahren werden als akzeptable Ausrede für den Verzicht angesehen. Dazu kommen Gewohnheiten und Routinen, die man über Jahre verinnerlicht hat, etwa das Feierabendbier oder Drinks zu besonderen Anlässen. Viele Menschen vermissen im Dry January zudem den Geschmack oder das Ritual des Trinkens und gerade die ersten Tage oder Wochen erfordern viel Selbstmotivation.

Bissen raten

Welches alkoholfreie Getränk ist die beliebteste Alternative?

Hättet ihr das gedacht?
alkoholfreies Bier
Wasser
Wasser, egal ob still, mit Kohlensäure oder aromatisiert, ist allgemein die beliebteste Alternative zu Alkohol. 52 % aller deutschen Verbraucher würden zu Wasser greifen, wenn sie beispielsweise auf einer Feier sind und Alkohol nicht zur Debatte steht.
noch einmal
Wasser, egal ob still, mit Kohlensäure oder aromatisiert, ist allgemein die beliebteste Alternative zu Alkohol. 52 % aller deutschen Verbraucher würden zu Wasser greifen, wenn sie beispielsweise auf einer Feier sind und Alkohol nicht zur Debatte steht.
noch einmal
Um den Dry January zu meistern und vielleicht sogar darüber hinaus öfter mal auf Alkohol zu verzichten, haben wir einige Tipps für euch: Kreative Alternativen wie Mocktails, Spritzgetränke, alkoholfreies Bier oder Wasser mit Geschmack können den Verzicht geschmacklich ersetzen. Wichtig ist auch die Kommunikation: Erklärt euren Freunden, dass ihr pausiert, oft stößt das auf Unterstützung. Neue Rituale wie Spaziergänge, Tee oder Smoothies bringen frischen Schwung in euren Alltag. Eure  Fortschritte lassen sich mit Apps, Tagebuch oder kleinen Challenges sichtbar machen. Belohnungen wie ein schönes Dinner nach jeder alkoholfreien Woche sorgen für Extra-Motivation. Vor allem aber ist der Monat eine Chance für euch, zu reflektieren und gesündere Gewohnheiten zu entwickeln.
 
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Alkoholfrei einkaufen: Das gilt’s zu beachten

Wann und wie Alkohol in Essen und Getränken in Deutschland angegeben werden muss, ist in verschiedenen Verordnungen geregelt. Grundsätzlich gibt es eine Kennzeichnungspflicht für alle Lebensmittel, die Alkohol als Zutat enthalten. Ab einem Alkoholgehalt von 1,2 % vol muss der tatsächliche Wert auf dem Etikett stehen – das gilt etwa für Bier, Wein oder Spirituosen. Getränke mit unter 0,5 % vol dürfen als „alkoholfrei“ bezeichnet werden, während Produkte zwischen 0,5 % und 1,2 % vol keine Kennzeichnungspflicht haben, aber nicht „alkoholfrei“ heißen dürfen.

 
Rezeptbild Erdbeerbowle
 
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Hier versteckt sich Alkohol in Lebensmitteln

Wenn ihr auf Alkohol verzichten wollt oder müsst, solltet ihr auch bei einigen Lebensmitteln vorsichtig sein. Denn Alkohol versteckt sich deutlich häufiger in Lebensmitteln, als man denken könnte. Nicht alles, was scheinbar keinen Alkohol enthält, ist auch wirklich alkoholfrei – selbst, wenn das Etikett das besagt. Bei essbaren Lebensmitteln gilt zwar grundsätzlich eine Kennzeichnungspflicht, doch es gibt Ausnahmen bei:

  • lose verkauften Lebensmitteln wie zum Beispiel Eiscreme, Backwaren oder Speisen im Restaurant
  • Alkohol als „technischer Hilfsstoff“, zum Beispiel als Trägerstoff für Aromen

Soweit die rechtlichen Bestimmungen – aber was bedeutet das in der Praxis? Hier sind einige Beispiele für „alkoholfreie“ Lebensmittel, die dennoch Alkohol enthalten:

  • Alkoholfreies Bier, Wein oder Sekt enthalten häufig weniger als 0,5 % Volumenprozent.
  • Fruchtsäfte enthalten durch den Gärungsprozess sehr geringe Mengen Alkohol.
  • In Fertigessen mit der Kennzeichnung „enthält Aroma“ steckt häufig Branntwein oder anderer Alkohol. 
  • Bananen können je nach Reifegrad bis zu 0,6 Volumenprozent Alkohol enthalten.
  • fertige Kuchen und Kleingebäck enthalten häufig geringe Mengen Alkohol.
  • fertiges Sauerkraut enthält durch den Fermentierungsprozess bis zu 0,5 %. Alkohol.
  • Essig enthält durch die Umwandlung von Alkohol in Essigsäure meist einen Restalkohol von unter 0,5%.
  • Brot enthält durch den Gärungsprozess der Hefe ebenfalls geringe Mengen Alkohol (0,3%), wobei sich der Großteil beim Backen verflüchtigt.

Wie so oft gilt aber auch hier: Die Dosis macht das Gift. Kindern hingegen solltet ihr keine Speisen anbieten, die geringe Mengen Alkohol enthalten, da er dem Körper schadet und auch, damit sie sich nicht an den Geschmack gewöhnen.

Übrigens: Dass Alkohol beim Kochen vollständig verdampft, ist ein weit verbreiteter Mythos. Saucen, Suppen oder andere Gerichte, die mit Alkohol zubereitet wurden können je nach Menge, Volumenprozent, Garzeit und Zeitpunkt der Zugabe noch  Restalkoholmengen zwischen 4 %  und 85 % enthalten.

 

BB-Resume: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Dry January heißt: Einen ganzen Monat lang auf Alkohol verzichten – eine kleine Auszeit für Körper und Geist.
  • Darum lohnt es sich: Weniger Alkohol bringt euch gesundheitliche und mentale Vorteile – und tut auch eurem Geldbeutel gut.
  • Alkoholfreie Drinks, klare Absprachen, Routinen und kleine Belohnungen erleichtern euch den Verzicht.
  • Schon nach vier Wochen ist ein Unterschied spürbar und messbar!
 

Rezepte