
Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder pädagogische Beratung. Die Autor:innen sind keine medizinischen Fachkräfte oder Pädagogen. Bei Beschwerden wendet euch bitte an eine Ärztin oder einen Arzt oder eine Fachkraft.
Iss den Regenbogen
In der Natur sind Farben selten Zufall. Pflanzen produzieren Farbstoffe, um sich zu schützen, zum Beispiel vor UV-Strahlung, Schädlingen oder Krankheiten. Wenn wir diese sekundären Pflanzenstoffe essen, „leihen“ wir uns quasi deren Abwehrkräfte. Das ist schlau. Und lecker!
Good to know: Unser Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, Farben mit Nährstoffdichte zu verknüpfen. Je blasser das Essen, desto weniger steckt drin. Und ja: Auch das Auge isst bei vielen Farben mit. Vor allem, wenn ausreichend Carotinoide dabei sind.

Die volle Power der Palette
Die Farben von Obst und Gemüse sind nicht nur hübsch, sondern ein Signal, dass hier viele gute sekundäre Pflanzenstoffe drinstecken. Wer sich jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse gönnt, kann davon profitieren!
Kleine Farblehre:
❤️ Lycopin. Verleiht der Frucht intensive Rottöne, dient als UV-Schutzschild und gehört zu den antioxidativen Pflanzenstoffen.
🧡 Carotinoide. Sie geben Obst und Gemüse leuchtende Orange- und Gelbtöne und helfen der Pflanze beim Licht-Management.
💚 Chlorophyll. Gibt den Pflanzen das typische Grün. Unverzichtbar, um Sonnenlicht in Energie zu verwandeln. Achtung! Bei bestimmten Gemüsen wie Kartoffeln ist Grün ein Don’t-eat-Signal.
💜 Anthocyane. Sorgen für intensive Blau- bis Lilatöne und bieten einen natürlichen Schutz vor Umwelteinflüssen.
🤍 Schwefelverbindungen. Geben vielen Gemüsen diesen typisch würzigen Geschmack. In der Pflanze wirken die Schwefelverbindungen als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde.
Clever kombinieren macht den Unterschied
Damit die bunten Bodyguards auf deinem Teller nicht nur gut aussehen, sondern auch richtig abliefern, brauchen sie einen Sidekick.
Lycopin oder Carotinoide aus Tomaten und Karotten lieben’s fett! Ohne Beigaben wie Olivenöl, Avocados, Nüsse rutschen sie einfach durch dein System, ohne Hallo zu sagen.
Kleine Diven: Anthocyane aus blauen Trauben, Rotkohl oder Heidelbeeren sind gerne sauer und in Gesellschaft von Vitamin C, um ihre antioxidative Power voll zu entfalten. Der Move: Ein Spritzer Zitrone sorgt dafür, dass die Farbe (und die Wirkung) knallig bleibt.

Hat die Farbe unseres Essens Einfluss auf den Geschmack?
Team-Upgrade
Fett ist voll fett!
Schrubben statt schälen
Schön satt
BB-Resume: Die wichtigsten Facts im Überblick
- Mehr Farbe, mehr Pflanzenstoffe: Je bunter der Teller, umso mehr Gutes tut man seinem Körper.
- Verschiedene Farbstoffe haben verschiedene Wirkungen auf den Körper – auch das spricht für die bunte Vielfalt.
- Support hilft: Viele Pflanzenstoffe entfalten ihre positiven Effekte erst in Kombi, etwa mit Öl oder Vitamin C.
- Bunte Teller signalisieren dem Gehirn eine hohe Nährstoffdichte, das macht schneller satt.
