Je bunter, desto besser

Warum ein wilder Farbmix auf dem Teller richtig gesund ist
Eine bunte Bowl mit Avocado, Tomate, Karotte und weiteren Zutaten
BB-Team
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Experten für Ernährung
01. Mai 2026
Ein großes Backblech mit buntem Gemüse und Kotelettes
 

Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder pädagogische Beratung. Die Autor:innen sind keine medizinischen Fachkräfte oder Pädagogen. Bei Beschwerden wendet euch bitte an eine Ärztin oder einen Arzt oder eine Fachkraft.

 
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Iss den Regenbogen

In der Natur sind Farben selten Zufall. Pflanzen produzieren Farbstoffe, um sich zu schützen, zum Beispiel vor UV-Strahlung, Schädlingen oder Krankheiten. Wenn wir diese sekundären Pflanzenstoffe essen, „leihen“ wir uns quasi deren Abwehrkräfte. Das ist schlau. Und lecker!

Good to know: Unser Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, Farben mit Nährstoffdichte zu verknüpfen. Je blasser das Essen, desto weniger steckt drin. Und ja: Auch das Auge isst bei vielen Farben mit. Vor allem, wenn ausreichend Carotinoide dabei sind.

 
Eine Bowl gefüllt mit bunten Zutaten wie Spinat, Rotkraut und Mango, auf einem Holzbrett stehend, daneben eine Gabel und lose Kräuter
 
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Die volle Power der Palette

Die Farben von Obst und Gemüse sind nicht nur hübsch, sondern ein Signal, dass hier viele gute sekundäre Pflanzenstoffe drinstecken. Wer sich jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse gönnt, kann davon profitieren! 

Kleine Farblehre:

❤️ Lycopin. Verleiht der Frucht intensive Rottöne, dient als UV-Schutzschild und gehört zu den antioxidativen Pflanzenstoffen.

🧡 Carotinoide. Sie geben Obst und Gemüse leuchtende Orange- und Gelbtöne und helfen der Pflanze beim Licht-Management.

💚 Chlorophyll. Gibt den Pflanzen das typische Grün. Unverzichtbar, um Sonnenlicht in Energie zu verwandeln. Achtung! Bei bestimmten Gemüsen wie Kartoffeln ist Grün ein Don’t-eat-Signal. 

💜 Anthocyane. Sorgen für intensive Blau- bis Lilatöne und bieten einen natürlichen Schutz vor Umwelteinflüssen. 

🤍 Schwefelverbindungen. Geben vielen Gemüsen diesen typisch würzigen Geschmack. In der Pflanze wirken die  Schwefelverbindungen als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde.

 
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Clever kombinieren macht den Unterschied

Damit die bunten Bodyguards auf deinem Teller nicht nur gut aussehen, sondern auch richtig abliefern, brauchen sie einen Sidekick.

Lycopin oder Carotinoide aus Tomaten und Karotten lieben’s fett! Ohne Beigaben wie Olivenöl, Avocados, Nüsse rutschen sie einfach durch dein System, ohne Hallo zu sagen.

Kleine Diven: Anthocyane aus blauen Trauben, Rotkohl oder Heidelbeeren sind gerne sauer und in Gesellschaft von Vitamin C, um ihre antioxidative Power voll zu entfalten. Der Move: Ein Spritzer Zitrone sorgt dafür, dass die Farbe (und die Wirkung) knallig bleibt.

 
Eine schwarze Schale gefüllt mit Rucola, gegrillten Pfirsichen, Tomaten und Pinienkernen, daneben drapierte Holzlöffel und Geschirrtücher
 
Bissen raten

Hat die Farbe unseres Essens Einfluss auf den Geschmack?

Jetzt wird’s spannend.
Ja, klar!
Sicher nicht!
Das Auge isst mit – der Spruch stimmt! Tests haben bewiesen, dass bestimmte Farben unsere Erwartung an den Geschmack wecken. Selbst geschmacksneutrale Gelees können – gelb eingefärbt – plötzlich nach Zitrone schmecken. Verblüffend, oder? Aber warum das Hirn veräppeln, wenn man ihm mit vielen tollen, frischen und bunten Lebensmitteln auch wirklich jede Menge Gutes tun kann?
noch einmal
Das Auge isst mit – der Spruch stimmt! Tests haben bewiesen, dass bestimmte Farben unsere Erwartung an den Geschmack wecken. Selbst geschmacksneutrale Gelees können – gelb eingefärbt – plötzlich nach Zitrone schmecken. Verblüffend, oder? Aber warum das Hirn veräppeln, wenn man ihm mit vielen tollen, frischen und bunten Lebensmitteln auch wirklich jede Menge Gutes tun kann?
noch einmal
Sulfide brauchen eine „Chill-Phase“, um ihr volles Potenzial als Entgiftungs-Turbo zu nutzen. Deshalb: Zwiebeln oder Knoblauch nach dem Hacken 10 Minuten liegen lassen, bevor es weitergeht.
 

Team-Upgrade

Viel Farbe hilft viel – kombiniere mindestens drei Farben pro Teller.

Fett ist voll fett!

Ohne gesundes Fett können die viele Power-Stoffe nicht powern!

Schrubben statt schälen

Die höchste Farbstoffmenge ist in oder unter der Schale.

Schön satt

Das Auge isst mit und wird bei bunten Tellern schneller satt.
 

BB-Resume: Die wichtigsten Facts im Überblick

  • Mehr Farbe, mehr Pflanzenstoffe: Je bunter der Teller, umso mehr Gutes tut man seinem Körper.
  • Verschiedene Farbstoffe haben verschiedene Wirkungen auf den Körper – auch das spricht für die bunte Vielfalt.
  • Support hilft: Viele Pflanzenstoffe entfalten ihre positiven Effekte erst in Kombi, etwa mit Öl oder Vitamin C.
  • Bunte Teller signalisieren dem Gehirn eine hohe Nährstoffdichte, das macht schneller satt.
 
 

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