One Pot Wunder

Gesund, lecker und mega schnell
BB-Team
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Experten für Ernährung
Aktualisiert: 7. Januar 2026
 

Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder pädagogische Beratung. Die Autor:innen sind keine medizinischen Fachkräfte oder Pädagogen. Bei Beschwerden wendet euch bitte an eine Ärztin oder einen Arzt oder eine Fachkraft.

 
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Was genau bedeutet eigentlich One Pot?

Klingt super fancy, heißt aber eigentlich einfach nur: ein Topf. Das Prinzip ist total simpel: Ihr braucht ein großes Gefäß, zum Beispiel einen Topf, eine Pfanne, einen Bräter oder eine Auflaufform. Dort gebt ihr einfach alle Zutaten rein, die ihr in eurem Gericht vereinen wollt. Und das war’s dann eigentlich auch schon.

Das Prinzip des One Pot ist eigentlich schon uralt. Vermutlich haben bereits die Menschen in der Steinzeit in einem Topf gekocht. Eintöpfe, Currys, Gumbo sind seit Jahrhunderten in den verschiedensten Kochkulturen verwurzelt – und in den 1930ern gab es sogar den „Eintopfsonntag”.  Neu ist nur der coole Name und der Hype aus den Foodblogs der 2000er Jahre.

Fazit: One Pot ist quasi der coole Mitbewohner unter den Gerichten – er macht keinen Dreck, nervt nicht und liefert trotzdem ab.
Übrigens: One Pot eignet sich auch hervorragend zum Meal preppen.

 
 
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Was darf rein und was lieber nicht?

Bei One Pot ist zwar eigentlich alles erlaubt – dennoch gibt es Lebensmittel und Zutaten, die sich dafür besser oder eben schlechter eignen. Folgende Lebensmittel sind in einem One Pot Gericht wirklich immer super aufgehoben:

  • Reis & Nudeln: Sie bilden eine perfekte Basis und saugen Aromen wie kleine Geschmacksschwämme auf.

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen & Kichererbsen: Sie sind robust, sättigend und entwickeln einen tollen Geschmack im Topf.

  • (Wurzel-)Gemüse wie Karotten, Kartoffeln & Süßkartoffeln: Sie geben Geschmack ab und zerfallen nicht so schnell.

  • Fleisch mit etwas Fett (Huhn, Schwein, Rind): Bleibt saftig, wenn es langsam im Topf köchelt.

  • Brühen & Gewürze: – unverzichtbar, weil alles zusammen gekocht wird, entfalten sie maximale Aromen.

  • Kräuter (am Ende): Frische oder getrocknete Kräuter wie Petersilie oder Basilikum verleihen kurz vor dem Servieren einen extra Flavour Boost.

Wiederum solltet ihr folgende Lebensmittel entweder erst ganz spät hinzufügen, oder lieber ganz anders zubereiten:

  • Empfindliche Kräuter wie Dill oder Schnittlauch: Sie werden beim langem Kochen matschig und verlieren Aroma.

  • Blattgemüse wie Spinat oder Rucola: Es zerfällt sehr schnell und färbt den ganzen Topfinhalt grün-braun.

  • Zartes Fischfilet: Zerfällt ebenfalls sehr schnell, besser separat kurz garen oder gegen Ende dazugeben.

  • Milchprodukte wie Sahne oder Käse: Sie können bei langem Kochen gerinnen oder fettig werden; besser am Ende einrühren.

  • Sehr feine Pasta wie Engelshaar: Wird in einem langen Kochprozess schnell matschig.

Zu guter Letzt haben wir für euch noch vier ultimative Tipps, mit denen euch jedes One Pot Gericht richtig gut gelingt. Probiert’s doch mal aus:

 
 

Clever schichten

Erst zäh, dann zart

Flüssigkeit dosieren

Nicht zu viel & nicht zu wenig

Consistency is key

Gelegentlich rühren, damit nichts anhängt

Gewürze timen

Robuste Gewürze mitkochen, frische Kräuter am Ende zugeben
 
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Alles hat Vor- und Nachteile – auch der One Pot?

One Pot ist quasi der Held der entspannten Küche: Alle Zutaten wandern einfach in einen Topf, und zack – fast von alleine entsteht ein leckeres Gericht. Weniger Abwasch, weniger Chaos, weniger Stress – wer liebt das nicht?

Ob Feierabend nach einem langen Tag oder für’s spontane Familienessen – One Pot spart Zeit und Nerven. Geschmacklich gibt’s einen Bonus obendrauf: Alles gart zusammen, die Aromen verschmelzen und machen jeden Bissen zum kleinen Fest. Außerdem lässt sich das Prinzip super flexibel gestalten – Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln – alles rein und fertig. Von super gesund und ausgewogen bis purer Gönnung ohne Rücksicht auf Kalorien. Alles ist erlaubt, nichts ist verboten. One Pot Gerichte bedeuten also kurz gesagt: minimaler Aufwand bei maximalem Effekt.

 
Bissen raten

Wie groß war das bislang größte One Pot Gericht der Welt?

Interessant, gell?
< 5.000 kg
> 5.000 kg
Der größte je gekochte „One Pot“ war ein riesiger Topf mit 8.780 kg (8,78 Tonnen) Jollof-Reis, gekocht von der nigerianischen Köchin Hilda Baci in Lagos, der 2025 einen Guinness-Weltrekord aufstellte.
noch einmal
Der größte je gekochte „One Pot“ war ein riesiger Topf mit 8.780 kg (8,78 Tonnen) Jollof-Reis, gekocht von der nigerianischen Köchin Hilda Baci in Lagos, der 2025 einen Guinness-Weltrekord aufstellte.
noch einmal
Klar, One Pot klingt nach Zauberei, ein paar wenige Stolperfallen gibt’s natürlich aber auch hier. Die Garzeiten können manchmal tricky sein – hartes Gemüse, Pasta und Protein gleichzeitig reinwerfen, und schon ist der eine Teil verkocht, der andere noch hart. Auch die Flüssigkeit will richtig dosiert sein: Zu viel macht alles matschig, zu wenig lässt’s anbrennen. Die richtige Würze darf niemals fehlen. Und für alle, die auch Wert auf Optik legen: So ein Topfgericht sieht nicht immer wie aus dem Kochbuch aus. Man kann aber auch ein One Pot Gericht hübsch anrichten. Getoppt mit ein paar frischen Kräutern, Nüssen oder was eben gerade zum Gericht passt, wird auch ein Eintopf zum Augenschmaus.
 
 

BB-Resume: Die wichtigsten Facts im Überblick

  • One Pot bedeutet übersetzt so viel wie “Eintopf” und beschreibt Gerichte, bei denen alle Zutaten in einem Topf zusammen gekocht werden.
  • Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse und Fleisch mit etwas Fett eignen sich besonders gut für One Pot Gerichte.
  • Zutaten wie frische Kräuter, Blattgemüse, zartes Fischfilet oder Milchprodukte sollten am besten erst ganz am Ende beigefügt werden.
  • Wichtig ist, die Reihenfolge in der geschichtet wird, die Dosierung der Flüssigkeiten, regelmäßig umzurühren und der Zeitpunkt der Gewürze. 
  • Vorteile von One Pot Gerichten sind zum Beispiel Zeitersparnis, Flexibilität und minimaler Aufwand.
  • Die Garzeiten der unterschiedlichen Lebensmittel können tricky sein.